{"id":203,"date":"2020-10-16T19:25:51","date_gmt":"2020-10-16T17:25:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/?page_id=203"},"modified":"2024-03-28T10:52:49","modified_gmt":"2024-03-28T09:52:49","slug":"orgel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/kirchengeschichte\/orgel\/","title":{"rendered":"Orgel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-123\" title=\"\" src=\"https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2-300x300.jpg 300w, https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2-150x150.jpg 150w, https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2-176x176.jpg 176w, https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2-60x60.jpg 60w, https:\/\/kirchegampelengals.ch\/wpr\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/fav2.jpg 512w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aus den Kirchmeierrechnungen l\u00e4sst sich belegen, dass die Gampeler 1811 nach &#8222;dem Befehl der Orgel-Commission&#8220; bei Daniel Fueter in Bern ein neues Orgelwerk besichtigten und auch kauften. Zum Einbau musste die Empore verbreitert werden, was heute noch gut am zweiten S\u00e4ulenpaar erkennbar ist. 1812 konnte die Orgel mit Pferd und Wagen in Bern abgeholt werden. Weitere Eintragungen zeigen, dass die Orgelmacher Sutter und Wyss aus Bern f\u00fcr die n\u00f6tigen Ab\u00e4nderungen und das Einrichten in der Kirche verantwortlich waren. Als Erbauer kommen aber weder Sutter und Wyss noch Fueter, der sich zur damaligen Zeit als Unternehmer und Handelsmann mit Vermittlungen bet\u00e4tigte, infrage.<\/p>\n<p class=\"Absatz\">Eine andere Quelle f\u00fchrt aber auf den eigentlichen Erbauer: Der Berner Burgerspitalverwalter Otth musste sich in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach einem neuen Orgelwerk erkundigen und erw\u00e4hnte in seinem Bericht den Orgelmacher Johannes St\u00f6lli von Habstetten, der auch das Instrument in Gampelen gefertigt habe. Die &#8222;Handschrift&#8220; St\u00f6llis ist an den heute noch erhaltenen Prospektverzierungen und den Frontpfeifen eindeutig ablesbar. Die Frage, warum St\u00f6lli den Einbau in der Kirche von Gampelen nicht selber t\u00e4tigte, bleibt offen. Vielleicht war er zu der Zeit mit dem Bau des Orgelwerks in Erlenbach besch\u00e4ftigt. Die Gampeler Orgel wurde am 6. Juni 1812 erstmals gespielt. Die einmanualige Anlage mit Pedal hatte vermutlich 9 Register.<\/p>\n<p class=\"Absatz\">Im Jahr 1909 musste das Werk von St\u00f6lli leider wegen technischer M\u00e4ngel einer Occasions-Orgel der Firma Goll aus Luzern weichen. Dabei wurden nur noch die Front der urspr\u00fcnglichen Anlage und die Prospektpfeifen weiter verwendet, die aber von da an nicht mehr klingend waren. Die Orgel wurde seitlich verbreitert.<\/p>\n<p class=\"Absatz\">Damit das ehemalige Werk aus der englischen Kirche in Vevey Platz hatte, musste die Kirchendecke wegen der langen Pfeifen durchbrochen werden! Die Orgel hatte 9 Register auf zwei Manualen und Pedal. Auch dieses Werk wurde mehrmals umgebaut und erweitert.<\/p>\n<p class=\"Absatz\">Vor der letzten Kirchenrenovation 1993 verschlechterte sich der Zustand des pneumatisch gesteuerten Werkes. Eine Rekonstruktion der urspr\u00fcnglichen Anlage wurde beschlossen. Das heutige Werk konnte wieder weitgehend nach der alten Tradition gebaut werden. Dazu haben wir die entsprechenden Materialien verwendet.<\/p>\n<p>Das Hauptwerk im vorderen Geh\u00e4useteil enth\u00e4lt die alte <a title=\"Disposition\" href=\"http:\/\/www.kirchegampelengals.ch\/wb\/pages\/orgel\/disposition.php\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Berner Disposition<\/a>, also die Register, wie sie St\u00f6lli gebaut hatte. Wir haben bei den Mensuren (exakte Bauform) und der Klanggebung der neuen Pfeifen dieser alten Tradition Rechnung getragen. Dazu k\u00f6nnen wir heute den etwas &#8222;herben&#8220; Klang der originalen Prospektpfeifen (Principal 8\u00b4) wieder h\u00f6ren! Um das neue Orgelwerk m\u00f6glichst vielseitig spielen zu k\u00f6nnen, stehen in einem separaten Geh\u00e4use die Register f\u00fcr ein zweites Manual und einem Pedal zur Verf\u00fcgung. Die Einweihung der neuen Orgel in der Kirche von Gampelen fand an Pfingsten, 18. Mai 1997, statt.<\/p>\n<p>Im Jahre 2020 wurde die Orgel einer umfassenden Sanierung unterzogen. Dabei wurde die ganze Orgel in ihre Einzelteile zerlegt. Nachdem die Teile zum Teil in der Kirche und zum Teil in der Werkstatt der Firma W\u00e4lti Orgelbau gereinigt und wo notwendig repariert wurden, konnte die Orgel wieder eingebaut und das Instrument neu gestimmt werden.<\/p>\n<p class=\"Absatz\"><a title=\"Orgelbau Thomas W\u00e4lti\" href=\"http:\/\/www.orgelbau-waelti.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Thomas W\u00e4lti, Orgelbauer in G\u00fcmligen<\/a><\/p>\n<p class=\"Absatz\">Quellen zur Geschichte aus &#8222;Die Bernischen Orgeln&#8220; von Dr. h.c. Hans Gugger, Ittigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus den Kirchmeierrechnungen l\u00e4sst sich belegen, dass die Gampeler 1811 nach &#8222;dem Befehl der Orgel-Commission&#8220; bei Daniel Fueter in Bern ein neues Orgelwerk besichtigten und auch kauften. Zum Einbau musste die Empore verbreitert werden, was heute noch gut am zweiten S\u00e4ulenpaar erkennbar ist. 1812 konnte die Orgel mit Pferd und Wagen in Bern abgeholt werden. 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